MEGATREND: Arbeitswelt im Wandel

 Teil 5 : Es gilt noch viele dicke Bretter zu durchbohren...

....und was sagen wohl die Chefs und Personaler dazu ?

Wie ich den Zusammenhang sehe. Jobtausch und Personalaustausch (Arbeitswelt im Wandel) im Unternehmen :

Ein Jobtausch oder auch ein Personaltausch, Verleih von Arbeitnehmern mit allen möglichen ökonomischen und ökologischen Vorteilen, kann für eine erforderliche neue Kultur der Arbeit im 21. Jahrhundert, wirtschaftlich hilfreich sein und menschlich äußerst sinnvoll.
Dynamische Personalwirtschaft, überbetriebliche Personalflexibilisierung durch zwischenbetrieblichen Personalaustausch, hört sich nicht nur gut an, sondern wird Bestandteil einer "Arbeitswelt im Wandel" (Megatrendforschung) sein.
Der Zwang, Fachkräfte im Unternehmen zu halten, auch wenn betriebliche, auch wenn branchenbedingte temporäre Flauten auftreten, fordert flexible und unbürokratische Möglichkeiten unternehmerischen Handelns. Moderne Unternehmen kommen an einer dynamischen Personalwirtschaft nicht vorbei.

Ein guter Personalstand, engagiert und qualifiziert, sorgt für den entscheidenden Vorsprung im Wettbewerb.

Die Bedeutung ganzheitlicher Vorgehensweisen wird auch die Personalwirtschaft erfassen. Komplexe und ungewisse Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft und der Wirtschaft, erlauben häufig nur noch ganzheitliche Betrachtungsweisen. Das Anpassen der stetig wechselnden Bedingungen, geht mit zeitlichen und sachlichen Notwendigkeiten einher. Eine ganzheitlichen Betrachtung, wird notwendigen Entscheidungen häufig am ehesten gerecht. Die Dynamisierung der Arbeit wird sich sogar in Richtung orts- und zeitungebundene Arbeitsformen bewegen. Die Selbstorganisation kann sich gar zu einer Kernkompetenz entwickeln, denn Probleme die bei der Arbeit auftreten müssen selbst gelöst werden und nicht zuletzt aufgrund der Zunahme von unbefristeten Vollzeitstellen, geht die Arbeit ansich, mit dem Lernen von Neuem einher.

Jobtausch / Personalaustausch (Betrieb an Betrieb) ...jetzt kommt ein "fremder AN" in meinen Betrieb ! ...na und?!

Die Grenzen von Märkten, von Unternehmen, von Branchen lösen sich zunehmend auf und der Wertschöpfungsanteil von zeitlich begrenzten und gemeinschaftlichen Unternehmensnetzen steigt von 2 % (2007) auf mind. 15 % in 2020 (DB Research 2007).
Startegische kooperationen zwischen konkurrierenden Wettbewerbern haben wir bereits heute (z.B. Toyota Aygo, Citroën & Peugeot 107, Citycars).
Synergien zwischen branchen-fremden Partnerschaften, folglich diagonale Wertschöpfungspartnerschaften (Apple und Nike: Nike + iPod Sportkit) sind ebenfalls quasi gang und gebe.

Jobtausch / Personalaustausch (Betrieb an Betrieb)

Kulturelle Vielfalt, weil sich „Bunt“ rechnet.
Einige Deutsche Unternehmen scheinen zunehmend auf kulturelle Vielfalt im Personalstamm zu achten. Migranten werden in der Wirtschaft zielgerichtet eingestellt. Neben türkischen Einflüssen sind beispielsweise auch persische, französische oder englische Migrationshintergründe vorhanden.
Daimler und Volkswagen beschäftigen zum Beispiel in ihren Autohäusern längst türkischstämmige Verkäufer – Werbespruch, „Volkswagen spricht türkisch“ .
Die Großkonzerne haben hierzulande die Schwäche der „Eindimensionalität“ seit geraumer Zeit erkannt und setzen nicht zuletzt, aufgrund ihrer weltweiten Niederlassungen und Geschäftsbeziehungen, auf Mitarbeiter aus unterschiedlichen Kulturkreisen. So managen auch Unternehmen wie Siemens oder TUI die „Vielfalt“ professionell.
Aber auch für kleinere, respektive mittlere Unternehmen, werden zukünftig nicht ohne Migranten auskommen und das nicht nur weil bereits heute ca. 25 % der großstädtischen Bevölkerungen ausländische Wurzeln haben, bzw. 2030 etwa 50% prognostiziert sind, sondern auch weil sich kulturelle Vielfalt rechnet. Studien zufolge sind uneinheitliche Teams produktiver. Gruppen, zusammengesetzt aus verschiedenen Religionen, Sprachen, Kulturkreisen, zeigen sich demnach auch kreativer und ideenreicher.
Eine Umwandlung der Unternehmenskultur kann jedoch schwierig sein, denn man muss Vielfalt wirklich haben wollen und bekanntlich fängt das „ganz oben“ an.

Die Manager , respektive Unternehmenslenker von Heute sollten auch Kultur managen. Eine Dokumentation von Führungsgrundsätzen und Unternehmenskultur reicht eben nicht aus, man muss diese auch wollen und (vor-)leben. Ethische Grundsätze im Unternehmen bzw. eine werteorientierte Unternehmensphilosophie kann doch den Wettbewerbsvorteil von Morgen bewirken. Eine an ethischen Werten orientierte Unternehmensführung und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch. Eine sehr glaubwürdige an Werten orientierte Firmenphilosophie, wird doch zudem für die Fach- und Führungskräfte von Morgen, ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Auswahl eines Betriebes sein.

Jobtausch und Personalaustausch (Betrieb an Betrieb) mit Sicherheit kein Panazee, ......aber viele kleine Räder ziehen den Karren doch auch voran und neben den vielen theoretischen Diskussionen, dass Umsetzen nicht vergessen. ... na ja, in diesem Sinne..


FK REGIONAL - Jobtausch und Personalaustausch  

 

 

 

(Quellen: Statis, z_punkt)

FK REGIONAL - Dirk Eickmeier
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